Logo

Kauftipps.

Wissenswertes über AVCHD- und HDV-Camcorder

gradient
boxTop boxBottom

Kauftipp

Camcorder
Produktgruppe
Camcorder
Untersuchte Produkte
1
Datum
19. 05. 2012
Datenquelle
QualityZoom
Realtime Analytics
In der Entwicklung sind hierzulande HD-Camcorder dem HD-Fernsehen weit voraus. Statt auf HDTV zu warten, kann man sein hoch auflösendes Filmmaterial kurzerhand selbst produzieren. Mit HDV und AVCHD gibt es gleich zwei passende Videoformate.


HDV für hochauflösende Filme auf DV-Band

HDV (High Definition Video) zeichnet Filme im 16:9-Format auf DV-Bänder auf. Das erfolgt als MPEG-2-Video wahlweise in 1280 x 720 Pixel progressiv oder 1440 x 1080 Bildpunkte interlace. Trotz höherer Auflösung hat sich die DV-Datenrate von 25 MBit/s aber nicht geändert. Gegenüber dem (echten) HDTV-Format 1080i mit 1920 x 1080 Pixel büßt die HDV-Variante zwar ein Viertel an Auflösung ein, da die einzelnen Pixel aber nicht quadratisch, sondern rechteckig gespeichert werden, bleibt das 16:9-Format erhalten. Und die geringere Auflösung bei HDV 1080i ist in der Regel kaum merkbar.

Primär richtet sich das im Oktober 2003 von Canon, JVC, Sharp und Sony konzipierte HDV zwar an ambitionierte Hobbyfilmer, ist aber aufgrund der preisgünstigen DV-Bänder inzwischen auch im semiprofessionellen Bereich beliebt. Es kommt zwar nicht an echtes Profi-Equipment heran, dafür sind HDV-Kameras mit Preisen zwischen 1000 und 1500 Euro für Filmfreaks durchaus noch leistbar. Um Videos auf den Rechner übertragen zu können, ist eine Firewire-Schnittstelle nötig.


AVCHD für Festplatten-, Flash- und DVD-Camcorder

AVCHD (Advanced Video Codec High Definition) ist ebenfalls ein hochauflösendes Videoformat für Camcorder, aber nicht wie HDV an ein bestimmtes Datenträgerformat gekoppelt. So gibt es Geräte, die ihre Filme auf Festplatte, DVD, SD-Karte oder Memory Stick bannen. Besonders Sony ist hier fleißig und bietet für jedes der drei Datenträgerformate mindestens eines, bei Festplatten sogar gleich vier AVCHD-Produkte an.

Gemeinsam ist ihnen jedoch das Videoformat: Das kommt wie bei HDV in maximal 1440 mal 1080 Bildpunkten und mit einer Datenrate von bis zu 25 MBit/s. Statt MPEG-2 setzt AVCHD aber auf MPEG-4 mit dem effektiven Kompressionsverfahren H.264. Nachteil: Will man solche Filme auf dem Rechner abspielen, ist der Dekodieraufwand immens und nur von wirklich schnellen PCs zu bewältigen. Der Videoschnitt legt in Sachen Hardwareanforderungen noch eine Schippe drauf.


Passendes HDTV-Equipment ist ein Muss

Soll das Videomaterial auf dem Computer nachbearbeitet werden, ist eine hochwertige Hardwareausstattung unbedingt nötig. Für den AVCHD-Codec kann der Rechner beim Videoschnitt eigentlich gar nicht schnell genug sein, aber selbst dann kann es noch Probleme mit der Kompatibilität zwischen dem MPEG-4-Format und dem Videoschnittprogramm geben. HDV ist da genügsamer, verlangt aber trotzdem einen PC mit Dual-Core-Prozessor und mindestens 1 GB Arbeitsspeicher. Videoschnittprogramme gehen problemlos mit dem MPEG-2-Material um.


Kurz gesagt:
HDV- und AVCHD-Camcorder sind die Geräte der Zukunft und empfehlen sich für diejenigen Anwender, die ihre Werke in HDTV aufzeichnen wollen und bereit sind, sich die bessere Bildqualität mehr kosten zu lassen. HDV-Camcorder beschränken sich auf DV-Bänder, während AVCHD-Modellen mit Festplatten, DVD-Rekorder oder Flashkarten kompatibel sind. Egal, ob HDV oder AVCHD – ein HD-Camcorder macht nur dann Sinn, wenn man die hohen Auflösungen auch auf dem Bildschirm darstellen kann und so wird in Regel auch weiteres neues HD-Equipment fällig.

boxTop boxBottom

Glossar

HDV-/AVCHD Camcorder

Bei diesem Camcorder werden hochauflösende Bilder (HD) auf MiniDV Kassetten (HDV) oder auf Speicherkarte, Festplatte bzw. DVD aufgenommen (AVCHD).

HDV (High Definition Video)

Das digitale Videoformat HDV stellt dem DV-Standard in Bezug auf höhere Auflösung und gleichzeitig bessere Bildqualität eine zeitgemäße Alternative zur Seite. Aufgezeichnet wird immer noch auf MiniDV Kassetten. Im Vergleich zu DV, welches auf den Standard-Definition Formaten in 4:3 (PAL, NTSC) basiert, beruht HDV auf den neu definierten High-Definition-Standards 720p und 1080i im Bildformat 16:9. Um dieses Format nachzubearbeiten, braucht man eine spezielle Software. Außerdem kann es in voller Auflösung auch nur auf einem HD-ready-Fernseher wiedergegeben werden.

AVCHD (Advanced Video Codec High Definition)

Neben HDV ist AVCHD das zweite Consumer-Format für HD-Camcorder. Im Gegensatz zu HDV kann AVCHD auf digitale Datenträger wie Festplatten oder Festspeicher, Memory-Sticks, SD-Karten oder DVDs aufnehmen. Für das moderne AVCHD-Format gibt es derzeit kaum Schnittsoftware und auch handelsübliche DVD-Player können das Format nicht wiedergeben. Zum Ansehen am TV wird entweder der Camcorder direkt angeschlossen oder die Aufzeichnung per Blue-Ray-Gerät abgespielt.